Die Autoindustrie befindet sich immer weiter auf dem Vormarsch, was die technischen Neuerungen betrifft. Zwar ist im Moment auf dem Automarkt eine gewisse Krise angesagt, die durch die weltweiter Finanzkrise bedingt ist, aber dies tut dem technischen Stand, auf dem sich die Entwicklung der Autos befindet, keinen Abbruch. Viele Arbeiten, die vorher von Menschenhand erledigt wurden, werden mittlerweile durch voll automatisierte Abläufe durchgeführt. Zwar bedeutet dies, dass zahlreiche Arbeitsplätze verloren gingen, auf der anderen Seite kann so unwahrscheinlich schnell, genau und ohne Pausen gearbeitet werden. Die Produktion ist in mehrere Hallen unterteilt, dabei hat jede Halle ihren bestimmten Fertigungsauftrag, und nur um diesen kümmern sich die Menschen und Maschinen dort.
Modernste, von Computern gesteuerte Maschinen regeln die Arbeit. Die Maschinen stammen zumeist aus dem Sondermaschinenbau, und sind für genau die Ansprüche, die der Autohersteller an sie stellt, gebaut. Diese Maschinen sind sehr teuer, bedürfen auch kompetenter Bedienung und regelmäßiger Wartung. Die Maschinisten arbeiten meist im System von drei Schichten, sodass wirklich nur zum betriebsurlaub und hohen Feiertagen die Produktion unterbrochen werden muss. Wenn es möglich ist, werden in diese Zeit auch die Wartungsarbeiten gelegt, sodass möglichst wenige Standzeiten anfallen. Die Maschinen werden dann überholt und gereinigt, so zum Beispiel mit Trockeneisstrahlen, weil diese Reinigungsmethode keine Feuchtigkeit in der Halle oder an der Maschine zurücklässt.
Die Umstellung von Menschenhand auf Maschinenbetrieb brachte den Vorteil, dass die Maschinen zum einen viele Abläufe in der Produktion selbständig ausführen, und immer mehr Möglichkeiten sich auftun, je weiter geforscht und entwickelt wird. Zum anderen ist eine Maschine nie krank und braucht keinen Urlaub, beziehungsweise sie kommt mit den wenigen Standzeiten aus, die man ihr zugesteht. So bleiben dem Betrieb viele Lohnkosten gespart, sodass günstiger und schneller produziert werden kann, sobald sich die Anschaffung der Maschine amortisiert haben.
Natürlich ist der Mensch aus der allgemeinen Herstellung eines Autos nicht wegzudenken. Die Computer der Maschinen müssen bedient werden, und auch kleinere Einstellungen müssen vorgenommen werden. Auch bei der Kontrolle und manchen Montagen kann man auf menschliches Auge und menschliche Arbeit nicht verzichten. Leider sammeln sich im Moment die fertigen Autos auf den Lagerplätzen und werden nicht mehr so gut verkauft, was große Umsatzeinbußen zur Folge haben wird. Umdenken im Management und finanzielle Hilfen seitens der Regierung sind also unverzichtbar, ebenso wie die Maschinen, die für die Herstellung verwendet werden. Zwar wird sich momentan nicht jedes Unternehmen neue Maschinen anschaffen, einfach um Kosten zu sparen, ein Schritt rückwärts zu menschlicher Arbeit ist jedoch undenkbar.
